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Zeit

Ich wünschte echt,
ich könnte alles ändern.
Doch dafür ist es leider zu spät.
Ich würd das letzte Jahr einfach zurückdrehn.
Ich weiß, dass das natürlich nicht geht.

Nun sitze ich allein in meinem Zimmer
hab längst gelernt, was Einsamkeit heißt.
Man wagt nicht, etwas neues anzufangen,
damit man nicht neue Wunden reißt.

Ich hab etwas gebraucht, doch nun hab ich kapiert,
dass die Zeit niemals verweilt,
dass sie stets unbarmherzig und streng monoton
nur in eine Richtung eilt.
Jetzt begreif ich, es zählt jeder einzelne Tag.
Und fortan pass ich auf, was ich tu, was ich sag,
weil die Zeit keine Wunden heilt.
's ist schwer zu sagen,
womit alles anfing und
warum ich die Zeichen nicht sah.
Es hätte alles anders kommen können,
doch blindlings lief ich in die Gefahr.

Das Neue scheint uns oftmals intressanter,
und allzu schnell verblasst des Alten Wert,
denn "Allem Anfang wohnt ein Zauber inne",
mit der Fackel wird Vertrautes zerstört.

Ich hab etwas gebraucht...

Es tut immer noch so weh.
Ich vermisse unser "Wir".
Doch ich darf mich nicht beklagen,
denn die Schuld liegt allein bei mir.

Copyright © 2010 Markus Behlau