Klaviersonate Nr.3 - f moll

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Sonate Nr.3 fällt in dieselbe Phase wie die erste Symphonie. Hier habe ich mich zum ersten mal vom klassichen Stil abgewandt und versucht, meine eigene Sprache irgendwo zwischen Beethoven und Prokofieff zu finden.

Der Kopfsatz beginnt mit einer eher ruhigen, fast filmmusikartigen Exposition. Nach einer abwechslungsreichen, teils sehr dissonanten Durchführung, werden die Themen in der Reprise wieder geglättet und erklingen noch einmal in reinstem Dur.

Der zweite Satz kommt wie ein Beethovensches Scherzo daher. Unterbrochen wird er von einem gespenstisch fließenden Trio, zu dem ein Freund einst kommentierte: "Hört nur die Kinder der Nacht, was für liebliche Musik sie machen." (Zitat aus Nosferatu)

Das darauf folgende Grave beginnt wie ein Trauermarsch. Die Themen werden variiert und zunehmend kompromissloser mit Dissonanzen versetzt. Wie ich finde eine meiner stärksten musikalischen Erfindungen - man muss sich aber darauf einlassen.

Höhepunkt der ganzen Sonate ist die Durchführung des Finales, in der mein Namenskürzel "B-E-H" zusammen mit dem Scherzo-Thema als Material für eine diabolische Fuge herhalten muss. Zunächst scheint dieses Thema in keinerlei Beziehung zur Exposition zu stehen. Am Ende der Durchführung wird aber doch klar, dass es sich um eine Abwandlung des ersten Themas der Exposition handelt, und dass dieses wiederum seinen Ursprung in der Einleitung zum ersten Satzes hat.